Etwas Gemecker am Montagmorgen vertreibt Kummer und Sorgen. An dieser alles andere als vorBILDlichen Liste kann man ein gutes Exempel statuieren: nämlich, dass solche meist etwas lieblos hingeklatschten Linksammlungen nur einigen wenigen (eventuell zahlenden Anbietern?) dienen. Vor allem aber dienen sie den konzerneigenen Seiten.

Meine Rede ist von der aktuellen BILD.de Linkliste mit den 1.000 besten Internetseiten in Deutschland. Wobei im einleitenden Artikel wenigstens insofern Ehrlichkeit bewiesen wird, als dass diese Liste als „natürlich […] subjektiv“ eingestuft wird. Tatsächlich haben die Redakteure von BILD am Sonntag diese Sammlung eigenhändig (wirklich?) erstellt.

In der Kategorie, die für die breitere Thematik von Online-Recruiting.net relevant ist, „Karriere„, finden sich neben einer großen allgemeinen Jobbörse und dem Portal für gewerbliche Berufe, die beide wie die BILD zum Axel-Springer-Konzern gehören, noch einige weitere Portale, die sich mit Beruf und Job auseinandersetzen. Allerdings keine Nennung von direkten Jobbörsen-Mitbewerbern.

Ansonsten wirkt die Zusammenstellung eher fragwürdig, abgesehen von der Karrierebibel (so ziemlich die einzige Seite, die neben einer Nennung von Stellenbörsen mit ihren Karrierethemen Sinn macht), kununu und dem Bewerberblog.

Wohlgemerkt, ich meckere hier nicht, weil Online-Recruiting.net oder SocialMedia-Recruiting.com nicht in dieser Liste auftauchen. Diese Blogs haben kaum etwas mit Karrierethemen für Bewerber am Hut und passen nicht in diese Sammlung.
Aber Linklisten, die anhand von uneindeutigen Kriterien erstellt wurden, sind unbrauchbar und qualitativ fragwürdig.

Wer wirklich gute Informationen und Zusammenstellungen zu Jobbörsen sucht, sollte besser in Gerhard Kenks Stellenbörsen-Fundus stöbern. Und wer dazu weitere Beratung zwecks der geeigneten Auswahl möchte, kann gerne hier vorbeischauen.