Ursprünglich wollte ich mich kurz über die niederländische Freemium-Jobbörse „Banenmatch“ auslassen, die mit dem Launch ihrer deutschen Seite Job-Matcher letzen Herbst den hiesigen Markt erobern wollten. Vor ein paar Tagen las ich dann auch, dass die belgische Version – in flämischer Sprache – funktionsfähig ist und sogar eine Google+ Profil erstellt hat. Und dann sendete eine meiner Blog-Leserinnen kürzlich einen Kommentar: „Die deutsche Seite job-matcher.de ist übrigens inzwischen wieder offline.“ Das stimmt, und sie ist nicht nur offline, sondern die Domain ist sogar wieder zu haben… Die beiden niederländischen Unternehmer müssen herausgefunden haben, dass sich der deutsche Markt nun eben nicht so leicht gewinnen lässt. Eigentlich eine sehr weise und intelligente Entscheidung!

Als ich dann bei meinem niederländischen Kollegen Marc Drees nachlesen wollte, was es mit der Aufgabe der deutschen Geschäfte von Banenmatch/Job-Matcher auf sich hätte, fiel mir seine gestrige Meldung ins Auge: Monster hat es anscheinend geschafft, sich von ChinaHR zu trennen, um die Monster-Braut wie im November geplant schlanker zu machen.

Diese Meldung also bitte mit Vorsicht genießen, denn bisher wurde noch nichts offiziell bestätigt. Als Käufer ist von der irischen Saongroup die Rede, die neben der führenden irischen Jobbörse irishjobs.ie noch so einige andere prominente Player in verschiedenen Ländern ihr Eigen nennen darf.

Fakt ist jedoch, dass 54 Prozent der ChinaHR Belegschaft gekündigt wurden, wie die Seite Morning Whistle heute morgen verkündet hat. Demnach erhalten die Entlassenen eine Entschädigung. Nach einem Protest der verbleibenden Mitarbeiter, die in dem Compensation-Programm nicht vorgesehen waren, sollen auch diese bedacht werden, falls sie letzten Endes ihren Job verlieren.

Wie viel wird Monster aus dem ChinaHR-Deal herausholen können? 30 Millionen USD werden spekuliert. Seinerzeit hatte Monster jedoch insgesamt an die 244 Millionen USD hingeblättert. Bitter.

UPDATE: Monster hat für ChinaHR tatsächlich nur 10 Millionen USD erhalten, hält jedoch noch einen Minderheitsanteil von 10 Prozent.