In der aktuellen Online-Recruiting.net Beitragsserie zu Content Marketing und Social Media Strategien fürs Personalmarketing habe ich im ersten Artikel beschrieben, was Content Marketing ist, woraus GUTER Content gemacht ist, und wie man Ideen bekommt beziehungsweise gute Inhalte findet.

Wenn Ihr noch mehr zu diesem Thema, vor allem zum Inbound Recruiting, durchlesen möchtet, besucht meinen Themenhub dazu.

In diesem Post stelle ich einige praktische Werkzeuge (Tools) vor, um Inhalte im Web einfach, kostenfrei und möglichst automatisiert zu teilen.

In den nächsten Beiträgen wird es 1. um weniger und 2. mehr komplexe Verknüpfungen der einzelnen Tools untereinander gehen. Das Ziel der Bestrebungen ist jeweils, automatisiert, effizient und kostengünstig zu arbeiten.

Mir sind bei meiner Recherche und den Tests drei verschiedene Arten von Tools aufgefallen.

Diese würde ich in diese Kategorien unterteilen:

  1. Social Media Dashboards – wie zum Beispiel Hootsuite oder Tweetdeck (wobei Tweetdeck lediglich Twitterkonten integriert)
  2. Sharing und Reposting Apps – wie beispielsweise Buffer, FriendsplusMe, dlvr.it
  3. App-Integration Tools für automatisierte Aktionen – zum Beispiel IFTTT, Zapier
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Im heutigen Post dreht sich alles um die Tools der ersten und zweiten oben genannten Kategorien.

Hootsuite

 

Hootsuite ist für mich eines der wichtigsten Social Media Tools, welches ich schon seit Jahren nutze.

Dort lassen sich verschiedene Social Media Kanäle (Newsstreams) einrichten, verwalten, und Social Media Management ist damit ein Kinderspiel und spart eine Menge Zeit, die man sonst damit verbringen würde, alle möglichen Netzwerke nacheinander mit Inhalten zu bespielen.

In der kostenfreie Version können Nutzer aktuell bis zu 3 soziale Netzwerkprofile verwalten. Das ist für den privaten Hausgebrauch ok.

Generell empfehle ich allen, die mehr als nur Privates in sozialen Netzwerken zu teilen, die jährliche Investition von umgerechnet knapp 115,00 € in die Hand zu nehmen. Als Haupt-Schaltzentrale aller Social Media Bemühungen ist Hootsuite meines Erachtens unabdingbar.

Hier sind die Preise.

 

Ich möchte mehr dazu im Workshop lernen

 

Besonders hervorhebenswerte Aktionen, die man mit Hootsuite durchführen kann beinhalten:

  • mehrere Social Media Newsstreams im Auge behalten (Twitter, Google+, Facebook Seiten und Profile, Linkedin und XING Seiten und Profile, Instagram,… – im Bildschirmabdruck unten oben mit gelb umrandet.
  • auf Social Media Beiträge direkt aus dem Dashboard heraus reagieren
  • sehen, wer auf Twitter den eigenen Twitter Account nennt („Mentions“), wer mir Neues folgt,… – im Bildschirmabdruck unten oben mit gelb umrandet.
  • Tweets zu einem bestimmten Hashtag (#) oder von einer Twitter-Liste in Echtzeit verfolgen und gegebenenfalls darauf reagieren
  • Posts jeglicher Arten (Tweets, Facebook Posts, XING Statusmeldungen,…) im Voraus planen und zu angegebener Zeit veröffentlichen
  • RSS-Feeds beliebter Blogs einspeisen (z.B. den von Online-Recruiting.net): Erscheint auf den angegebenen Blogs ein neuer Beitrag, wird eine Meldung oder Statusupdate gepostet nach einem vorher festgelegten Zeitintervall (z.B. stündlich, alle 6 Stunden, …)

Eine Anleitung zur Erstellung des Hootsuite Dashboards und zu den ersten Schritten, gibt es bei t3n.

So sieht es z.B. in meinem vollgepackten Dashboard in Hootsuite aus (zum Vergrößern, darauf klicken):

 

hootsuite-dashboard_201504

 

Tweetdeck

 

Dieses Dashboard habe ich erst vor kurzem wieder entdeckt, nachdem ich es vor Jahren zu Gunsten von Hootsuite aufgegeben hatte. Damals hatte Tweetdeck noch nicht zu Twitter gehört.

tweetdeck-meine-kontenHeute ist es ein gutes Tool, das sich dafür eignet, ein oder mehrere Twitterkonten gleichzeitig in einem einzigen Newsstream im Auge zu behalten.

Da ich mit Online-Recruiting.net zwischenzeitlich neben dem Twitter Kanal @eva_zils über sechs weitere Konten verfüge, nämlich @OnRecNet, @HR_Hackathon, @HRTechStartups, @DailyPressOR, @HRBlogging (alls RSS-Feeds der führenden HR-Blogs unter einem Dach) und @HRBuzzfeed, ist Tweetdeck sehr praktisch, um zu sehen, wer wo was und wann über eines meiner Twitter Konten schreibt oder teilt.

Auch kann ich aus Tweetdeck heraus mit einem Klick neuen Followern mit allen meinen Accounts folgen.

Allerdings können dort wie gesagt ausschließlich Twitter Accounts verwaltet werden.

Hat man jedoch drei oder vier verschiedene Twitter Konten, kann es sich lohnen, alle Twitter Accounts mit Tweetdeck zu verwalten, während man mit Hootsuite in der kostenfreien Version andere Social Media Kanäle verwendet als die von Twitter. Wieder ein wenig Budget eingespart.

Hier geht’s zur Anmeldung.

 

DoShare

 

Dieses Tool existiert ausschließlich als Browser Erweiterung, zickt regelmäßig und stellt auch noch Bedingungen, wann der Computer und vor allem der Browser, in dem das Add-On installiert ist, zu laufen hat: nämlich immer dann, wenn man einen Beitrag zeitlich eingeplant hat und diesen tatsächlich auch veröffentlicht haben möchte.

doshare-logoEine Zeit lang war DoShare die einzige Möglichkeit ist, Beiträge auf Google+ Profilen im Voraus zu planen und diese damit zu genau dem Zeitpunkt zu teilen, zu dem man diese eben posten möchte.

Seit ca. Mai 2015 ist es möglich, über FriendsplusMe (s. nächster Punkt) Beiträge im Voraus für das GooglePlus Profil einzuplanen. Hier gilt das Gleiche wie bei DoShare: Computer und Google Chrome müssen eingeschaltet sein.

Natürlich kann man Beiträge auch auf eine Google+ Seite teilen, aber da das viele andere Sharing-Tools auch können, würde ich hier eher zum Profil als Zielmedium raten.

Zudem wird das automatische Verbreiten von Google+ Profil Status Updates derzeit von so gut wie keinem Sharing-/Posting Tool unterstützt.

 

Nachteile:

Sowohl der Computer, auf dem die Erweiterung installiert ist, als auch Google Chrome müssen eingeschaltet sein, damit die Terminierung der Beiträge funktioniert. Wenn man jedoch die Beiträge so einplant, dass diese jeweils zu den Büro Arbeitszeiten geteilt werden, ist alles in Butter.

Vorsicht geboten ist darüber hinaus bei zu häufigen Status Updates via DoShare! Wer zu oft am Tag über DoShare Nachrichten verbreitet, dessen Profil wird von Google verwarnt und dann einige Tage beziehungsweise Wochen gesperrt. Ich weiß, wovon ich rede: Das ist nicht zu unterschätzen! 3, maximal 4 Posts am Tag sind Google’s absolute Schmerzgrenze – weniger ist mehr.

DoShare weist schließlich allerhand Zipperlein auf, die einiges an Nerven kosten.

Zudem stuft Google das automatisierte Posten über Drittanbieter als unzulässig ein. Wer hier zu oft über DoShare postet, riskiert, das sein Google+ Profil oder die Seite eine Zeitlang gesperrt wird.

UPDATE (23.11.2015): Ich nutze DoShare inzwischen nicht mehr, da Google das Posten immer häufiger unterbunden hat. Zudem haben die oben erwähnten „Zipperlein“ überhand genommen. Das Tool scheint kaum überarbeitet zu werden und kann dadurch auch ein Sicherheitsrisiko darstellen. Daher rate ich zur Verwendung von FriendsPlusme.

Ein Text Tutorial steht in englischer Sprache hier zur Verfügung.
Wer es visueller mag: Hier ein YouTube Video – ebenfalls auf englisch.

So sieht es in der Extension beim Terminieren von Beiträgen aus:

 

doshare-artikel-teilen-terminieren

 

FriendsPlusMe

 

friendsplusme-logoFriendPlusMe gehört zu den „Sharing & Repost“ Instrumenten im Web. Es basiert dabei auf Google+ Posts. Das bedeutet, dass Posts beziehungsweise Status-Updates, die auf einem Google+ Profil oder auf einer Google+ Seite veröffentlicht werden, automatisch an andere soziale Netzwerke geteilt werden.

Welches der beiden Profilarten (persönliches Profil oder (Firmen-) Seite) als Ausgangsmedium eingesetzt werden, kann man selbst bestimmen. Man kann dann immer noch die Posts von dem einen Google+ Profil zum anderen weiterleiten lassen.

Seit kurzem ist es möglich, Posts im Voraus zu planen, um zur besten Zeit Inhalte zu teilen. Inzwischen ist dies sogar auch für persönliche Google+ Profile möglich, nicht mehr nur für Google+ Seiten.
Darüber hinaus können auch Posts für die anderen, angeschlossenen sozialen Netzwerke terminiert werden. Man muss also nicht mehr darauf warten, dass die Google+ Posts abgeholt werden, um dann nach voreingestellten Terminplan (ähnlich wie bei Buffer, s.u.) die Inhalte zu verbreiten.

Weitere unterstützte Social Media sind Twitter, Facebook, Linkedin, App.Net and Tumblr.

Für Online-Recruiting.net habe ich aktuell folgenden kleinen Sharing-Hack laufen:

Über DoShare plane ich bestimmte Posts im Voraus -> FriendsPlusMe entdeckt den Post auf meinem persönlichen Google+ Profil und routet sie bei der nächsten Gelegenheit weiter auf die Online-Recruiting.net Google+ Seite.

Gleichzeitig könnte man natürlich auch diesen Post an ein Twitter Konto und/oder auf eine Facebook Seite oder -Profil weiterleiten lassen.

Ergo: 1 Handgriff – 3-4 Social Media bestückt.
Tolle Zeitersparnis!

In der kostenfreien Version können bis zu 5 Social Media Profile oder Seiten angedockt werden. Wer mehr braucht oder möchte, kann sich hier den passenden Tarif auswählen oder aber eine weitere Sharing und Repost App wie Buffer oder auch dlvr.it verwenden.

Hier muss man natürlich aufpassen, dass man je nach Social Medium nicht die selben Profile immer mit den gleichen Inhalten bespielt. Das kann zum Beispiel auf Facebook eher abstoßend denn förderlich sein.

Ebenfalls sehr praktisch und empfehlenswert: Die Google Chrome Browser Erweiterung (Extension) zum schnellen Teilen von Beiträgen.

So sieht die Terminierung von Posts in der FriendsPlusMe App aus:

 

friendsplusme-chrome-extension-schedule-times

 

Buffer

 

buffer-logoRecht ähnlich geht es bei Buffer zu, allerdings sind in der kostenfreien Variante lediglich 4 Profile enthalten. Neuerdings (seit gestern) kann man übrigens auch „Pins“ – also Bilder – auf Pinterest teilen. Kostet allerdings.

Das Posten auf einem persönlichen Google+ Profil ist hier nicht möglich. Dafür geht das bei LinkedIn, Facebook und Twitter.

Eine praktische Chrome-Extension gibt es natürlich auch, und auch auf Online-Recruiting.net habe ich eine Schaltfläche unter meinen Blogbeiträgen, um diese direkt in Buffer zu speichern, damit die zum nächsten, voreingestellten Zeitpunkt im sozialen Netzwerk Ihrer Wahl erscheinen.

Empfehlung: Hier die grundlegenden Profile verwenden, die nicht mit FriendsPlusMe oder Doshare abgedeckt werden. Auch hier Doppelungen meiden, um Fans oder Follower nicht abzuschrecken. Dank der Chrome Erweiterung ist das Teilen sehr einfach und schnell erledigt.

Wer Buffer als „Hard Core“ Posting und Sharing Tool verwenden möchte, sollte sich mit den Preisen auseinandersetzen – Agenturen und Unternehmen sehen sich das genauer hier an.

Bild: Die Buffer „Schedule“ Zentrale – der Schalt- und Waltplan

 

buffer-artikel-teilen-terminieren

 

dlvr.it

 

dlvrit-logoLast but not in the least the least: dlvr.it!
Mein Favorit und seit einigen Monaten das Tool, mit welchem ich eine MENGE Dinge erledige.

Hier habe ich auch ein paar Euro investiert, aber es lohnt sich denn das Tool kann einiges mehr, als Posts nach Zeitplan zu verteilen.

Das Besondere bei dlvr.it sind die „Routes“ und „Q“ (von englisch „queue“ – (Warte)-Schlange).

Q beliefert nach Zeitplan – den man auf Wunsch etwas „menschlicher“ aussehen lassen kann, da hie und da mal 5 oder 10 Minuten beim Veröffentlichen gewartet wird.

Hat man keine Zeit, regelmäßig Inhalte in sozialen Netzwerken zu finden und zu teilen, setzt man eine „Backup“ Quelle ein, z.B. ein RSS-Feed des eigenen oder mehrerer anderer Blogs, Twitter Timelines eigener Accounts oder Listen, …

Für die dlvr.it Q gibt es eine Chrome Erweiterung.

Sinnvoll ist es, mehrere Qs zu haben, denn für Facebook oder Google+ oder LinkedIn Posts hat man mehr als nur 140 Zeichen wie das auf Twitter der Fall ist.

So habe ich zum Beispiel jeweils eine eigene Q für meine Twitter Profile und für Facebook und tumblr sowie Linkedin Profil / Company Page / Gruppe und Google+ Seite erstellt.

Teaser-Bilder werden, wenn im geteilten Ursprungspost vorhanden, gleich mit veröffentlicht. So sieht der Beitrag von Anfang professionell aus.

Die Routes erlauben, z.B. einen Tweet auf dem einen Twitter Account zeitversetzt auf einen anderen Twitter Account weiterzuleiten. Oder aber die als „Favorit“ markierten Tweets woanders hin zu teilen. Man kann auch Twitter Listen nach definierten Wörtern durchsuchen lassen, und dann genau diese Tweets in der eigenen Timeline posten.

Darüber hinaus können eine Menge RSS-Feeds als Route angelegt werden, allerdings ist die kostenfreie Variante von dlvr.it auf maximal 5 Feeds und 3 Social Media Profile oder Seiten begrenzt.

Aber auch hier kann man sich mit den vorab genannten Tools einen schönen Sharing-Hack überlegen.

So hatte ich beispielsweise, bevor ich mir die bezahlte dlvr.it Variante gegönnt habe, folgenden Hack eingerichtet:

-> Artikel im Web -> DoShare -> Google+ Profil ->
-> Artikel auf Google+ Profil -> FriendsPlusMe -> Twitter Account @OnRecNet ->
-> Artikel auf Twitter Account @OnRecNet -> dlvr.it -> Twitter Accounts @eva_zils und @HRBlogging.

Einmal den Post über DoShare ausgelöst, landet er schließlich auf meinen Twitter Kanälen.

Hier einige Beispiele meiner dlvr.it Routes:

 

dlvrit-routes

 

Das nächste Mal beschreibe ich ein paar weitere Routes und Sharing-Hacks.

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Happy Sharing!