Laut Anzeigendaten.de haben Deutschlands Unternehmen im vergangenen Jahr insgesamt 2,24 Millionen Stellenangebote sowohl in der Presse als auch in Online Jobbörsen inseriert.

Gemäß der Berechnungen der Stellenmarktspezialisten haben die deutschen Firmen dafür mehr als 740 Millionen Euro ausgegeben.

Dennoch gingen die Gesamtzahlen im Vergleich zu 2012 nach unten – immerhin mit einem positiven Ausblick seit Dezember 2013, denn seit dort steigen die Zahlen wieder an. Die Anzeigenzahlen sind demnach zu 2012 um 13% gesunken.

Was mir nicht ganz klar ist im letzten Anzeigendaten Newsletter (Link leider nicht mehr aufrubar), ist die Zahl, die am Ende der Ausgabe genannt wird: Dort ist von insgesamt 1,46 Mrd Euro die Rede, die – wenn alle den Listenpreis bezahlt hätten (was ja sowieso kaum einer tut…) – Unternehmen in die Personalsuche on- und offline investiert haben. Also wie jetzt? 740 Mio oder 1,46 Mrd? Das ist immerhin ein leichter Unterschied…

Da ich Anzeigendaten leider nicht nutze und somit nicht weiß, welche On- und Offline-Portale für Stellenanzeigen untersucht werden, habe ich die Zahlen aus Textkernels Jobfeed für 2013 zu Rate gezogen. Jobfeed untersucht ausschließlich online verfügbare Stelleninserate. Bei meiner 2013-Suche mit der Einschränkung „Keine Vermittler“ (also keine Personaldienstleister) und ausschließlich Jobs auf Jobbörsen (wobei hier auch kostenfreie Quellen gelistet werden), gibt mir Jobfeed mehr als 2,3 Millionen Anzeigen aus. Wie gesagt: reine Online-Stellenausschreibungen.

Eventuell aggregiert Anzeigendaten lediglich Jobs aus kommerziellen Jobbörsen? Wie werden die Anzeigen von der Bundesagentur für Arbeit behandelt? Welche Printtitel untersuchen die Stellenmarkt Spezialisten von Anzeigendaten? Wie analysieren sie die Offline-Daten? Händisch?

Es wäre super, wenn mir hier jemand mehr Informationen und Anhaltspunkte geben würde.

Jedenfalls finde ich eine Berechnung sehr interessant: Gehen wir von einer Investition von 740 Millionen Euro für 2,24 Millionen Stellenausschreibungen aus für sowohl Print- als auch Online-Anzeigen. Das würde bedeuten, dass für eine Anzeige, unabhängig davon, ob diese im Netz oder auf Papier erschienen ist im Schnitt 330,00 € bezahlt wurde.

Gar nicht mal so viel…

P.S.: Jobbörsen sind immer noch nicht tot :-)