Boosts Your Marketing for and to HR

Wie schön, dass sich immer mehr HR-Dienstleister, Personalwerbung Agenturen und Unternehmen überhaupt dazu entscheiden, ein Blog zu betreiben. So bin ich gestern über das Faktor Talent Blog von Dr. Schmidt & Partner gestolpert. Inhaltlich verantwortlich ist Sebastian Herrgott, der mir seit einiger Zeit dank Twitter bestens bekannt ist.

Im neuesten Beitrag werden die Nutzerzahlen der verschiedenen Internetmedien, die potentiell zur Jobsuche eingesetzt werden können, verglichen. Diesen Vergleich möchte ich im Weiteren kommentieren.

Die Zahlen, die in Betracht gezogen werden, stammen aus dem Alexa-Ranking und sind somit recht gute Richtwerte, auch wenn die Art und Weise der Erhebung dieser Zahlen nicht immer ganz durchsichtig ist. Dass die Sozialen Netzwerke wie Linkedin und XING sehr gut abschneiden ist in der Tat nicht verwunderlich. Aber werden diese Netzwerke vorwiegend für die Jobsuche genutzt? Sie werden immer häufiger von Personalern zur Kandidatenansprache genutzt und manche Bewerber bedienen sich der Netzwerke, um Kontakte herzustellen. Dennoch liegt das Kerngeschäft derzeit (noch?) auf den zahlenden Premium-Mitgliedern.

Die deutsche Arbeitsagentur (übrigens seit kurzem mit neuer Jobbörse!) hat ebenfalls sehr gute Zugriffsraten, was ich indes nicht für überraschend halte. Zum einen ist das die staatlich geförderte Seite und zum anderen ist deren Webangebot meistens die erste Anlaufstelle aller Jobsuchenden – zumindest ganz am Anfang einer Berufskarriere, wenn man sich vor dem Schulabschluss im BIZ (das dürfte inzwischen einen anderen Namen haben, oder?) informiert.

Jobsuchmaschinen schneiden beim Alexa-Ranking natürlich sehr gut ab. Diese Seiten stehen und fallen mit dem Traffic, der ihnen ein sicheres Einkommen generiert. Dahinter stecken versierte SEOs, die daran arbeiten, ganz vorne bei Google gelistet zu sein. Ein Jobsucher, der sich nur wenig mit der online Stellensuche auskennt, wird schnell merken, dass diese Suchmaschinen relativ häufig veraltete Jobangebote anzeigen oder Links ins Leere produzieren.

Jobbörsen hingegen – auch wenn diese zur Zeit durch mangelnde Innovationen, vor allem bei der Suchtechnologie, glänzen – bieten Unternehmen eine neutrale Plattform, um sich Bewerbern zu präsentieren.

Daher denke ich nicht, dass die Sozialen Netzwerke oder Jobsuchmaschinen den traditionellen Online Stellenmärkten den Rang ablaufen werden. Eine gute Mischung aus den verfügbaren Medien – und hier beziehe ich ebenfalls so genannte Special Interest Sites (z.B. Seiten von Tageszeitungen), Twitter, zielgruppennahe Blogs und Google AdWords in meine Überlegungen mit ein – ist für ein erfolgreiches Online Personalmarketing und Employer Branding unabdingbar.

Außer… Google würde sich deutlich ins HR-Business und den Jobsuchermarkt einmischen und dadurch den gesamten Markt aufmischen… Aber so weit sind wir (noch?) nicht.