Während heute in London die Social Media Recruiting Conference 2011 und seit gestern die beinahe gleichnamige SMRC der Atenta-Jungs in Wien stattfinden, lese ich auf meinen beliebten Online Recruiting Blogs, Newslettern und Seiten, was sich gerade als trendig bei der Personalsuche und im Personalmarketing erweist.

Ein kurzer Abriss:

  • Facebook ist das beliebteste soziale Netzwerk in Deutschland! 53 Prozent der Internetnutzer sind dort zu finden, besagt die neue W3B Studie von Fittkau & Maaß. Mehr noch, die Facebook Nutzer sind besonders aktiv, kaufen häufiger online ein und plant im kommenden Halbjahr die Anschaffung eines Smartphones. An zweiter Stelle folgt übrigens das deutsche Business Netzwerk XING mit 25 Prozent, danach wer-kennt-wen.
  • LinkedIn, das bei der oben genannten Studie eine Nutzung von 7,3 Prozent aufweist, holt in Deutschland dennoch im Vergleich zu XING auf.
  • Die neuesten AGOF-Zahlen bescheinigen zum ersten Mal, was sich seit längerem ankündigte: Die VZ-Netzwerke verlieren an Boden und fallen aus der Top 10 des Rankings heraus!
  • Der Trend des Online Recruiting geht zu neuen Social Media Tools und Apps wie BeKnown oder dem französischen QAPA. Allen Versuchen zufolge das reichweitenmächtige Facebook angezapft, um dem drohenden Fach- und Führungskräftemangel entgegenzuwirken. Dies hat natürlich für die Unternehmen, die keine eigene Social Media Recruiting Präsenz haben, den Vorteil, dass sie ihre Stellenangebote (mehr oder weniger) gezielt an die User der sozialen Medien streuen können. Da niemand so richtig weiß, wo die Reise im HR 2.0 hingeht, eine gute Gelegenheit, die heiligen Wasser zu testen, ohne sich dabei nass zu machen :-)
  • Wer seine Jobs trotzdem gerne – und ohne viel Aufwand – automatisch auf Twitter und Facebook dank eines RSS-Feeds posten möchte, sollte sich diesen Artikel auf onrec durchlesen und sich dann bei Chifeeds anmelden. Easy!
  • Diese Disziplin nimmt ebenfalls neue Formen an: Wer meint, dass sich Mobile Recruiting ausschließlich auf tolle Job Apps von Jobbörsen oder Unternehmen bezieht, liegt falsch. Es gibt zum einen Möglichkeiten, dank In-App-Advertising gezielt in bestimmten Apps auf einen Job aufmerksam zu machen (die CPC liegen je nachdem bei ca. 25 bis 40 Cent, was bei dem zu erwartenden Boom so gut wie nix ist!) oder, und das betrifft die HR-Manager, man kann mittels einer iPad-App das Talent Management betreiben. Ebenfalls zu erwähnen ist bei der mobilen Personalsuche die neue iPhone App von Chris Russel, JobSpeek, bei der Stellenangebote als Sprachnachricht veröffentlicht werden können. Mehr Infos hier.
  • Und wo ich oben bereits über LinkedIn gesprochen habe: Die Talent-Sparte der Gruppe hatte vergangene Woche die LinkedIn Connect Conference in London. Die erste Konferenz dieser Art in Europa für die hiesigen Recruiter-Nutzer. BTW: Der LinkedIn Talent Blog darf sowieso in keinem Feed-Reader fehlen!