kimeta-joerg-malang.jpgPünktlich zum Neu-Produktstart der deutschen Jobsuchmaschine Kimeta, habe ich ein Interview mit Jörg Malang, dem geschäftsführenden Gesellschafter, durchgeführt:

Versteht sich Kimeta als Konkurrent von Jobbörsen? Wie positioniert sich Kimeta am deutschen E-Recruitingmarkt?

Jörg Malang: Nicht als Konkurrent, sondern als Weiterentwicklung. Jobsuchmaschinen wie Kimeta sind einfach der konsequente nächste Schritt in der Evolution des Personal Recruitings. Blickt man zu den Anfängen zurück, so wurden Stellenanzeigen anfangs ausschließlich in den Printmedien ausgeschrieben. Im Laufe der Zeit wurde das Stellenanzeigenmodell zusätzlich auf die Onlineportale der Medien übertragen, gleichzeitig bildeten sich Jobbörsen im Internet. Sehr schnell kam es zu einem Überangebot an Jobbörsen – 800 verschiedene Onlinejobbörsen, dazu Stellenanzeigen auf den Homepages der Unternehmen. Nach dieser Explosion der Jobbörsen erfolgte eine Konsolidierungsphase, in der einige wenige übrig blieben. Aber auch die Phase eines Marktes mit relativ wenigen etablierten Jobbörsen geht nach und nach in eine Phase neuer Anbieter über und macht somit dem Trend der Jobsuchmaschinen Platz. Wie Entwicklungen aus den USA zeigen, gewinnen dortige Jobsuchmaschinen wie z. B. simplyhired.com eine immer größere Nutzerzahl. Der Grund: Mit einer Jobsuchmaschine sparen sich Stellensuchende Zeit und erhalten erstmalig die Möglichkeit, Transparenz in den ansonsten unübersichtlichen Stellenmarkt zu bringen. Denn bei einer Jobsuchmaschine finden Nutzer nicht nur die Jobangebote der Unternehmen, die in dem Portal inserieren, sondern eine deutlich höhere Zahl von Jobs aus vielen verschiedenen Quellen.
Aber nicht nur für Jobsuchende sondern auch für Unternehmen lohnt sich das Umdenken. Warum sollte ich mir als Personalverantwortlicher die Mühe machen, den Markt der Jobbörsen bis ins Detail zu analysieren, um dann in einem oder mehreren Portalen mühsam meine offenen Stellen auszuschreiben und für jedes Portal zu zahlen? Wäre es stattdessen nicht viel einfacher, die offenen Stellen auf der eigenen Homepage zu platzieren, von wo aus sie von Jobsuchmaschinen automatisch gefunden werden? Diese Rolle übernimmt Kimeta, unser Geschäftsmodell geht sogar noch einen Schritt weiter: Mit den neu gelaunchten B2B Produkten haben Unternehmen erstmals die Möglichkeit der systematischen und klickbasierten Vermarktung von Online-Stellenanzeigen.

Wie unterscheidet sich das „neue“ Kimeta vom „alten“? Was war der Auslöser für die Produktneuerungen?

Jörg Malang: Das „neue“ Kimeta bietet Unternehmen bei der Suche nach dem optimalen Bewerber noch mehr Services als vorher. Vor allem sind diese Services individuell wählbar und zusammenstellbar, je nach Bedürfnis der Unternehmen. Im Überblick sind es drei Produkte, die wir neu launchen:

  1. KiJobs: Durch die Buchung von KiJobs erscheinen alle Stellenanzeigen eines Unternehmens farblich hervorgehoben auf den ersten zwei Plätzen der Trefferliste, wenn sie zur Suchabfrage des Nutzers inhaltlich passen. Die Abrechnung erfolgt nach dem „Pay-per-Click“-Modell, d.h. das Unternehmen zahlt nur dann, wenn ein Nutzer die Stellenanzeige aufruft.
  2. KiAds: Ähnlich wie bei Google AdWords können auch bei Kimeta Werbeplätze gebucht werden. Die Textanzeigen werden rechts neben der Trefferliste angezeigt und enthalten einen Link zu einer frei wählbaren Ziel-URL (z.B. zum Unternehmen oder zu einer Top-Stellenanzeige). Auch hier kommt das „Pay-per-Click“-Modell zur Geltung.
  3. KiCompany: Dies ist unser VIP-Programm, mit dem wir auf die immer größer werdende Bedeutung des „Employer Branding“ reagieren. Unternehmen werden auf der Kimeta-Trefferseite mit Logo, Text und weiteren Informationen prominent platziert. Die KiCompany wird im Gegensatz zu KiJobs und KiAds mit einer monatlichen Flat Fee abgerechnet, weil eine Platzierungsgarantie gegeben wird und enthält eine KiJobs Flat Fee.

Mit diesem Modell verfolgt Kimeta als erste und einzige Jobsuchmaschine in Deutschland systematisch einen neuartigen Abrechnungsansatz, bei dem Unternehmen ihre Stellenanzeigen mit vergleichsweise geringem Risiko online stellen können und hinsichtlich effizienten Online-Marketings beraten werden. Flankiert wird das neue klickbasierte Modell von Kimetas zukunftsweisender Technologie, die mit Künstlicher Intelligenz Unternehmen und Stellensuchenden ein nach qualitativen Kriterien geordnetes Ranking der Stellenanzeigen bietet. Auslöser für die neuen Produkte war ganz einfach der Blick über den Tellerrand: Warum nicht ein im Bereich e-Commerce lange erprobtes Erfolgsmodell jetzt auch im Personal Recruiting einsetzen?

Welches sind in Ihren Augen die wichtigsten und weitreichendsten Neuerungen im Kimeta Produkt Portfolio?

Jörg Malang: Wichtigste Neuerung ist die klickbasierte Abrechnung, die wir Unternehmenskunden ab sofort bieten. Bei klassischen Abrechnungsmodellen müssen Unternehmen einen fixen Betrag für die Wiedergabe der Anzeige bezahlen, unabhängig davon, wie viele Nutzer die Anzeige gesehen und angeklickt haben. Dabei ist das Preis-Leistungs-Verhältnis nur nachträglich auszurechnen. Zudem trägt der Inserent das volle Risiko und die Kosten, auch wenn die Anzeige erfolglos war. Im Gegensatz dazu erhalten Unternehmen bei Kimeta eine rein erfolgsabhängige Abrechnung, die auf einem exakten Überblick der vermittelten Userzahl basiert, also dem „Pay-per-Click“-Modell.

Welche Kommunikations- bzw. Marketingmaßnahmen werden ergriffen, um Kimeta bekannter zu machen?

Jörg Malang: Derzeit konzentrieren wir uns auf die Bereiche PR und konversionsgetriebenes Marketing. Hierfür kommen vor allem Suchmaschinenmarketing und Affiliation in Betracht. Wir glauben allerdings, dass das Produkt einen hohen Mehrwert für die Nutzer bietet und somit eine große Anzahl neuer Nutzer über Empfehlungen auf die Website kommen wird. Bereits jetzt kommt ein signifikanter Anteil unserer Nutzer direkt auf Kimeta. In den nächsten Monaten werden wir selektiv B2B-Marketingmaßnahmen durchführen und planen für das nächste Jahr Messeauftritte.

Welche Ziele strebt Kimeta für 2008 an?

Jörg Malang: Kimeta wird in 2008 signifikant wachsen und eine dreistellige Kundenbasis haben. Die Jobsuchmaschine wird eine noch höhere Abdeckung bieten und tausende von Unternehmen gelistet haben. Parallel wird die Nutzung der Jobsuchmaschine weiter vereinfacht.

Plant Kimeta die Entwicklung einer OpenSocial Applikation, die auf Netzwerk Plattformen wie Xing oder LinkedIn, etc. eingesetzt werden können?

Jörg Malang: Als reine Jobsuchmaschine stehen derartige Features nicht im Vordergrund.

Herr Malang, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

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