Deutschlands am besten geeignete Jobportale

 

Mit Sicherheit kennen Sie, wenn Sie auf der Suche nach deutschen Jobbörsen sind, um Ihre Jobs dort zu veröffentlichen, die Profilo Datenbank.

Wenn nicht, wird Ihnen die Initiative „Deutschlands beste Jobportale“ bekannt sein.

Nein???

Dann gehören Sie möglicherweise zu der Sorte Personaler / Recruiter, die sich nur heute (immerhin lesen Sie gerade diesen Post) im Netz herumtreiben, um sich über Aktuelles aus der Online Recruiting Branche zu informieren. Seien Sie getrost: Sie sind nicht allein!

 

Immerhin lesen Recruiter kaum einschlägige (HR-) Blogs, was (leider) in vielen Fällen auch eine gute Idee ist.

 

Nichtsdestotrotz kommt jeder Personaler, HR-Verantwortliche, Recruiter, Sachbearbeiter und auch der/die Vorstandsassistent (m/w) mit genau dieser Frage in Berührung:

Wo in 3-Teufels Gottes-Namen soll ich meine Stellenangebote im Internet veröffentlichen?

Jetzt eine Anzeigenschaltung auf geeigneten Jobportalen anfragen

 

Manche dieser Fragenden landen früher oder später auf diesen oder diesen Seiten, bevor sie dann schließlich hierhin gucken.

 

Und dann landen Sie schließlich in meiner Telefonleitung. Das ist gut, denn im Prinzip fungiere ich fast wie eine Mischung aus beiden Portalen, die ich Ihnen heute vorstellen möchte:

JobBoardFinder

 

stammt aus Frankreich, und ist im schönen Lyon angesiedelt. Die Plattform ist in englischer Sprache verfügbar, denn immerhin, und das ist die Besonderheit, konzentriert sie sich auf internationale Jobportale.

Betrieben wird sie von der HR Kommunikationsagentur Aktor Interactive, bei welcher ich selbst zwischen 2004 und 2010 angestellt war.

 

Wie funktioniert JobBoardFinder?

 

Ausgehend von den nationalen und internationalen Jobbörsenstudien – von denen ich damals einige selbst gemacht und geschrieben hatte – hat das Team rund um Francois de Boutray ein Portal entwickelt, für welches sich Jobportale aus aller Herren Länder kostenlos eintragen können, um sich zu präsentieren.

Allerdings nicht präsentieren im Sinne von „ich schalte Werbung und mache Marketing“ (das können sie übrigens hier tun), sondern eher nach dem Motto: „Zahlen, Daten und Fakten auf den Tisch“.

Zwar können Jobbörsen Betreiber ihre (Media-) Daten und Informationen eintragen und unter anderem ihre geplanten Marketingaktivitäten angeben.

Aber eine Rechenformel (um das Wort Algorithmus zu vermeiden) gleicht im Hintergrund einige Daten ab, reichert diese mit ComScore Metriken an und gewichtet die von der Jobbörse gelieferten Informationen.

Daraus entsteht ein Ranking-Score, der sich aus verschiedenen Parametern zusammensetzt. Einer der Parameter bezieht sich übrigens auf die Aktualität der eingegebenen Daten – es lohnt sich also, diese regelmäßig zu erneuern.

Für Jobbörsen ist die Registrierung in der Datenbank kostenfrei.

Seit Mitte 2015 ist übrigens die Nutzung des gesamten Tools für Jedermann kostenfrei, und die Comscore Nutzungsdaten wurden mit denen von Similarweb komplettiert.

 

Werden die Daten von außen bewertet und objektiv zertifiziert (z.B. durch IVW-Prüfung in Deutschland, die ÖWA in Österreich und Netreport oder WEMF in der Schweiz), verbessert sich der Score.

Tja, Transparenz ist eben auch hier King, liebe Jobbörsen, und früher oder später kriegen wir Euch!

Jedenfalls eine sehr nette Geschichte, die derzeit noch ausbaufähig ist. Die Anzahl der gelisteten Portale ist überschaubar, auch wenn weltweit immer weitere Regionen integriert werden – diese Woche zum Beispiel Asien und Pazifik.

 

Das Projekt kann zu einem auf unabhängigen Daten beruhenden Instrument werden, welches dann tatsächlich objektive Informationen und Auswertungen zu geeigneten Jobportalen auf dem Globus liefert.

Einen Wermutstropfen muss ich der Ehrlichkeit wegen offen sagen: die neue Generation von Bewerbermanagement- und Multipostingsystemen – übrigens schreibe ich zur Zeit regelmäßig zu diesem Thema Multiposting auf dem Blog von German Personnel – kann ein Portal wie JobBoardfinder ersetzen.

Schließlich werden in diesen Systemen jede Menge Daten in Echtzeit gesammelt, die direkten Einfluss auf den Kauf und Verkauf von Jobanzeigen haben.

Bis dahin kann sich JobBoardFinder etwas Neues einfallen (oder kaufen?) lassen.

Hier eine Grafik der deutschen Top 5 Jobbörsen – halt, nur die Top 4, denn das Gespann um Careerbuilder ist leider nicht im Tool vertreten (-> nachholen?):

 

jobboardfinder-compare-german-boards-at

 

Jobboersencheck

 

Weniger objektiv, vor allem subjektiv, geht es beim Jobboersencheck zu.

Das Portal stellt sich als ein Tripadvisor oder kununu für kommerzielle Jobbörsen vor.

 

Bewertungen werden von Personalern / Recruitern abgegeben, wobei ich noch immer nach der Stelle suche, wo man das als außenstehender Personalmensch tatsächlich tun kann.

[UODATE 09.01.2015]: Diese Funktion ist nun wohl nachträglich eingebaut worden. Arbeitgeber und Jobsuchende können ihre Bewertungen hier abgeben.

Jobbörsen können sich wie bei JobBoardFinder vorab kostenfrei registrieren, bevor sie aufgenommen werden.

 

Allerdings gibt es einige Auflagen, welche die Online Stellenmärkte erfüllen müssen (abgesehen davon, dass ein Vertrag (wozu?) zugesendet wird (per Post?)).
Zum Beispiel müssen sie kommerziell arbeiten und HTML-Anzeigen unterstützen.

Die Anzahl der Bewertungen ist aktuell überschaubar. Die meisten Bewertungen haben keinerlei negativen Kommentar – also alles in Butter: Jobbörse lebt!

Auch Arbeitgeber können sich registrieren (ah, hier ist dann wohl der Ort, den ich vorher suchte, um eine Bewertung abzusetzen!). Aber halt: Wer das Backoffice von Jobboersencheck nutzen möchte, muss zunächst eine Anzeigenschaltung übers System buchen.

 

Wie bitte???

 

Manche der im System vorhandenen Jobbörsen können Recruiter direkt über Jobboersencheck einkaufen, teilweise sogar rabattiert – und diese Rabatte sind öffentlich einsehbar.

Also, ich weiß nicht (doch, natürlich schon!). Die Jobbörsenpreise werden ja so schon genügend kannibalisiert, aber das auch noch publik machen?

Ich meine, die verschiedenen Stellenbörsen Pakete, die es gibt – à propos, ich habe einen Leitfaden zur optimalen Auswahl von Jobbörsen Bundles erstellt, den ich an direkte Arbeitgeber versende; einfach kurze Nachricht übers Kontaktformular – weisen alle einen bestimmten Rabatt Prozentsatz aus, aber bei jobboersencheck geht es um die Listenpreise.

 

Fazit

 

Macht Ihr selbst, oder?
Ist ja alles klar.

Ich freue mich über Ihr Feedback!

Weitere Infos und eine agenturseitige Einschätzung von jobboersencheck gibt’s auf dem 1000jobboersen Blog.

P.S. und Disclaimer: das ist kein gesponserter Post zu Gunsten meines Ex-Arbeitgebers.