Wie viele neue Jobs im Oktober 2016 auf deutschen Jobbörsen?

Die Prozente Marktanteile aus 39 kommerziellen Jobbörsen in Deutschland

 

Wie in den vorigen Posts in diesem Jahr zu der Jobbörsen Auswertung nach Anzahl neu veröffentlichter Jobs auf deutschen Online Stellenmärkten, habe ich 39 größere Player anhand des Statistik Tools Jobfeed von Textkernel analysiert.

Dabei habe ich bei der Auswahl und Anzeige der Stellenangebote bestimmte Filter in Jobfeed gesetzt – diese könnt Ihr hier im Detail nachlesen.

 

Die prozentuale Aufteilung der Marktanteile der 10 stärksten kommerziellen deutschen Online Stellenbörsen – gemessen an der Anzahl neu veröffentlichter Jobs und nach Bereinigung der jobbörsen-internen „Duplikate“ (die gleiche Anzeige, die mehr als einmal in der Jobbörse gepostet wurde) – sah im Oktober so aus:

 

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Kurzanalyse

 

StepStone.de ist nach wie vor ungeschlagen der aktivste Jobposting Stellenmarkt – sprich, die Anzeigenkunden (nach meinem gesetzten Filter übrigens ausschließlich direkte Arbeitgeber, KEINE Personalvermittler) veröffentlichen hier, wenn sie ihre Vakanzen online schalten möchten am ehesten.

Aus diesem Grund finden sich auch hier die meisten, nach Jobfeed so genannten „Unique Jobs“: Stellenangebote die ausschließlich auf StepStone veröffentlicht wurden und damit auf keiner weiteren Online Präsenz sind.

Das waren im Oktober immerhin mehr als 8.000 Jobs, die nur auf StepStone waren.

Das ist im Vergleich zu den anderen Stellenbörsen eine beachtliche Zahl. Die Nummer 2 in Sachen „Unique Jobs“ ist übrigens Monster mit beinahe 3.000 Unique Jobs.

stellenanzeigen.de sind auf Platz in der Gesamtauswertung geklettert, was laut meinen bisherigen Analysen ein ziemliches Novum ist.

Ich wünsche allen Marktteilnehmer, dass das Weihnachtsgeschäft brummt!

Dann sehen wir uns Anfang 2017 die Zahlen aus dem ganzen Jahr 2016 an!

 

Arbeitskräftebedarf in Deutschland nach Bundesagentur für Arbeit

 

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Laut der Bundesagentur für Arbeit waren also diesen Oktober 691.372 offene Arbeitsstellen gemeldet. Diese offenen Stellen sind nicht nur diejenigen, die beim Arbeitsamt und dessen eigener Jobbörse zu finden sind, sondern auch andere Vakanzen. In der Beschreibung des BA-Stellenindex steht:

Der BA-X ist der aktuellste Stellenindex in Deutschland und beruht auf konkreten Stellengesuchen der Unternehmen. Er bildet die Entwicklung der Kräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab. In den saison- und kalenderbereinigten Index fließen die bei der BA gemeldeten ungeförderten Arbeitsstellen (inkl. Stellen der Kooperationspartner) sowie die gemeldeten Stellen für Freiberufler, Selbständige und aus der privaten Arbeitsvermittlung ein.

 

Online messbarer Fachkräftebedarf laut Jobfeed

 

Der BA-Stellenindex bezieht sich auf das Gesamtangebot an zu besetzenden Stellen in Deutschland. Das beinhaltet auch die Jobs, die nicht im Internet oder einer Zeitung veröffentlicht werden.

Jobfeed bildet den virtuellen Arbeitsmarkt dar, und das Tool kann auch hier die Ergebnisse von Duplikaten bereinigen.

Lasse ich also das Tool eine Auswertung aus Oktober machen, in der alle Jobs von direkten Arbeitgebern angezeigt werden und klammere dabei Duplikate aus, erhalte ich eine Zahl von 439.663 Stellen bzw. veröffentlichte Jobs.

Natürlich ist es dennoch ein wenig Äpfel mit Birnen zu vergleichen, wenn man die Zahlen aus Jobfeed und die der BA in eine Waagschale wirft.

 

Jobbörsen Potenzial

 

Was jedoch in der Betrachtung der Jobfeed / Bundesagentur für Arbeit Zahlen an gemeldeten Vakanzen interessant ist, ist das Potenzial, welches der Jobbörsenmarkt in Deutschland aufweist:

Die oben in der Marktanteile Auswertungsgrafik angezeigten zehn Jobbörsen vereinigen auf sich alleine 22.365 neu geschaltete „Unique Jobs“ im Oktober – und machen damit an die 80 Prozent der Anzeigen bei den 39 untersuchten Portalen aus.

Selbst wenn sich nicht alle der knapp 440.000 online auffindbaren Jobs für die kommerziellen Jobbörsen eignen sollten, ist hier noch Platz nach oben.

Aber irgendwie scheint sich die Anzahl der geschalteten Stellen auf Jobbörsen nicht weiter zu erhöhen, wenn ich mir die Zahlen aus der Vergangenheit so betrachte.

Warum?