Ja, was les ich denn da bei Marcus: Jobscout24 entlässt heute 15 Mitarbeiter und schrumpft auf knapp 20 – 30 Angestellte. Tja, ich nehme an, dass es die Jobbörse bestimmt schon vor einigen Jahren gekostet hätte, wenn es da nicht die gesamte Scout24-Gruppe (dank Eigentümer und Geldgeber T-Online) mit ihren recht gut funktionierenden B2C-Portalen gäbe. Wer weiß, vielleicht entschließt sich T-Online letzten Endes doch noch, das kranke Scout-Kind abzuschalten.

Es ist also an der Zeit, eine kurze Momentaufnahme der aktuellen deutschen Top 5 Jobbörsen zu machen:

  • Monster.de: machte 2009 keine guten Margen und bezahlte in den USA zuviel für den Yahoo! Stellenmarkt Hotjobs. Das hat auch Auswirkungen auf die europäischen Standorte. Preisdumping und mangelnder Kundenservice verbessern die Ergebnisse nicht. Nun wagt sich Monster ans Web 2.0 ran. Dank des freundlichen Monster-Twitterers habe ich erfahren, dass der Social Media Profi gefunden wurde. Hier wird auch gesagt, dass sich Monster zukünftig in der Planung von individuellen Pesonalmarketing-Kampagnen aufstellen wird. Man darf gespannt sein.
  • StepStone.de zieht für mich allmählich am Monster vorbei. Habe dies bereits hier auf online-recruiting.net beschrieben. Die Norweger haben mit der vollständigen Axel-Springer Beteiligung einen starken Geldgeber im Rücken, aber dies allein macht nicht den Erfolg der Seite aus: Gute strategische, internationale Partnerschaften und größtenteils ein sehr fairer Umgang zwischen Jobbörse und Agentur runden das Bild ab.
  • Jobware.de: dieses Jahr noch relativ ruhig, wenn auch kürzlich eine interessante Kooperation mit computerwoche und heisejobs angekündigt wurde. Beständigkeit ist hier angesagt: Traffic auf Anzeigen und Ergebnisse sind gut. Was will der Personaler mehr? Obwohl: Demnächst wird es einen neuen Stellenbörsen-Mitstreiter im oberen Gehaltssegment geben… Dazu bald mehr!
  • stellenanzeigen.de: weiterhin ein fleißiges Bienchen, das sich mit vielen Innovationen öfters neu erfindet. Neben einigen Medien- und Reichweitenkooperationen werden seit neuestem Webinare angeboten, die Personaleverantwortlichen die Services der Jobbörse anschaulich erklären sollen. Jo, wenn’s wenigstens Webinare zum allgemeine Online Recruiting gäb, fände ich das auch wirklich bloggenswert.
  • Jobscout24.de: Wie fragte JoBlogger Marcus treffend: Quo vadis, Jobscout24? Ich antworte in (fast) perfektem Lateinisch: Vade Mecum – Geh zum Arzt. 😉 Gute Besserung!

P.S.: Vade Mecum ist eigentlich ein „Leitfaden“, aber auch das würde hier im Zusammenhang passen: Jobscout24 benötigt einen Ratgeber oder einen Leitfaden, um aus der Krise zu kommen.