Monster Worldwide hat gestern die Quartalsergebnisse für Q3 vorgelegt und präsentiert. Bei dem Earnings Call wurden neben den geschäftlichen Zahlen noch einige andere Neuigkeiten bekannt gegeben:

  • Das 2005 durch Monster erworbene JobKorea wird zu 49,9 Prozent an die private Equity Firma H&Q Korea veräußert. Falls der Eintrag auf Wikipedia nicht trügt, hält H&Q neben der neuen Monster-Beteiligung ebenfalls Anteile an Starbucks China und MTV Japan -> diese Info bitte mit Vorsicht genießen.
  • Monster erweitert (wusste ehrlich gesagt nicht, dass da schon was bestand…) sein Joint Venture mit der finnischen Alma Media Gruppe. Dieses wird nun umgetauft in Alma Career Oy. Monster wird 15 Prozent halten mit der Aussicht, bis 2017 auf 20 aufzustocken; Alma Media hält 85 Prozent. Alma Media hat in den vergangenen Monaten einiges an Furore gemacht durch die Übernahmen von LMC (jobs.cz, etc.), CVOnline und Profesia und Mojposao. Und Monster hat im Rahmen des Joint Venture mit Alma ebenfalls „Zugriff“ auf diese exellenten Jobbörsen. Umgekehrt bringt Monster seine osteuropäischen Präsenzen mit. Diese behalten jedoch ihren Monster-Namen und die Technologie.
  • Monster kündigte zudem an, dass es im ersten 2014-Quartal Angaben zu neuen Vertriebs- und Geschäftsmodellen machen würde. Die ersten Tendenzen sind mit diesem Joint Venture bereits zu erkennen: Mit dem erwirtschafteten Geld des JobKorea Anteilverkaufs werden weiter eigene Aktien zurückgekauft. Dazu das Joint Venture bei Alma Media. Strategische Partnerschaften sind auf jeden Fall Teil des neuen Ansatzes.

Die Monster-Neuigkeiten wirken erfrischend, das ehemalige Ladenhüter-Modell, das keinen Käufer fand und schließlich keinen Käufer mehr wollte, scheint mit neuem Leben gefüllt und voller Tatendrang. Die Jobseiten wurden in Deutschland und seit neuestem auch für Österreich und die Schweiz mit Responsive Design mobile-fit gemacht.

Alma Media, die im letzten Quartal etwas schwächere Zahlen geliefert haben – allerdings nicht, was die neuen, internationalen Jobbörsen betrifft, profitieren ebenfalls von der Zusammenarbeit mit Monster.

Wer hätte gedacht, dass Monster sich mit anderen Jobbörsen-Gruppen zusammentut, um Wachstum zu erreichen, und dass Axel Springer/StepStone auf der anderen Seite mächtig einkaufen (immerhin schlucken Letztere ihre Aufgekauften nicht einfach hinunter, wie Monster das früher gemacht hat). Ist das Monster zahm und weise geworden?

Also, ich find’s gut!