Ha, sagte, vielmehr schrieb, ich doch! Und zwar am Ende dieses Artikels:

Ein herber Schlag für Monster, die seit einiger Zeit keine guten Zahlen machen und nach wie vor nach einem Käufer suchen. Careerbuilder wird Monster mit Sicherheit nicht kaufen. Ob sich StepStone bereits nach Übersee begeben, wage ich zu bezweifeln. Da muss erst einmal der Totaljobs-Kauf verdaut werden. Und nebenbei bemerkt kann ich mir nicht vorstellen, dass StepStone Monster kaufen würde…
Wer weiß, vielleicht traut sich ja Google an Monster… oder Oracle… oder SAP. Durchaus denkbar und gar nicht mal so abwegig.

Gut, noch ist nichts entschieden beziehungsweise offiziell bekannt gegeben. Bloggerkollege Marc Drees aus den Niederlanden postete vor kurzem, dass sich diesen Monat etwas beim Monster-Verkauf in Bewegung kommen könnte (leider ist die Google Übersetzung nicht so doll – Marc, kannst Du das bitte kurz auf englisch zusammenfassen?). Nun tut sich in den letzten Tagen einiges an den Aktienmärkten, da spekuliert wird, dass Monster kurz vor einem Verkauf steht.

Gestern war auf Bloomberg zu lesen, dass diese Gerüchte den Kurs der Aktie nach oben treiben. Unter den potenziellen Übernehmern werden folgende Namen genannt:

  • Microsoft Corp. (würde zur Strategie passen, außerdem wurde ja gerade erst Yammer gekauft)
  • Oracle Corp. (das hatte ich auch schon vermutet – siehe oben)
  • Salesforce.com. Inc. (das passt auch ins neue Konzept, da war was mit Rypple)
  • SAP AG (siehe oben, und es wurde bereits SuccessFactors akquiriert)
  • News Corp. (die haben dank des FINS.com Verkauf an Dice etwas Cash übrig, und vor einigen Jahren ging schon einmal das Gerücht, um dass Rupert Murdoch Monster kaufen würde. Vielleicht schlagen sie dieses Mal wirklich zu?)

Ich würde noch IBM auf die Liste setzen – die haben sich ja gerade Kenexa zugeleget. LinkedIn hat sich bereits im Mai ausgeklinkt. Das dachte ich mir ja im März schon.

So, nachdem sich also der Jobbörsenmarkt konsolidiert hat und sich nach wie vor weiter konsolidiert, zeichnet sich ein neuer Trend ab: technische Integration, automatisches Job Posting aus einem System heraus, dabei gleichzeitige Bewerbungsbearbeitung. Wir werden hier gerade Zeuge dessen, wie sich hier Riesen-Tech-Konzerne bilden, die sämtliche Prozesse des „Customer Care“ (und Bewerber sind ja irgendwie auch nichts anderes als Kunden, auch wenn das erst ein Zwanzigstel der Personaler gemerkt hat) beherrschen.

Damit wäre den Jobbörsen auf Dauer nun wirklich ein Todesurteil beschieden, lustigerweise nicht wegen der Social Networks, aber wegen der Tech-Giganten, die alles integrieren. Wird Axel Springer auf Dauer nicht bereuen, sich von der ATS-Tech-Sparte StepStone Solutions getrennt zu haben?