In den letzten Jobfeed-Erhebungen zu Marktanteilen neue Jobs in Deutschland fiel mir bereits auf, dass JobScout24.de kaum noch neue Jobs verzeichnete und sich mehr auf Careerbuilder.de abspielte.

Während ich im April also für besagten DACH-Jobsuchmaschinen Report an die Recherche- und Analysearbeit ging, stieß ich auf die verwahrloste Seite jobs.de.

Daraufhin habe ich bei Careerbuilder nachgehakt, ob mit dieser genialen Domain denn nichts Besseres geplant sei. Nun ist die Umsetzung der Planung in vollem Gange!

Ursprünglich war jobs.de eine Jobbörse – ich erinnere mich, dass ich diese sogar in meinen allerersten Angeboten regelmäßig aufgeführt und verkauft (!) habe – das war 2004. Nach der Übernahme durch JobScout24 im Oktober 2004 wurde jobs.de in eine Jobsuchmaschine umgewandelt. Und dann kam Careerbuilder und kaufte das Konstrukt JobScout24.de – jobs.de.

Erst gestern fand ich bei der erneuten Site-Recherche, dass JobScout24.de auf jobs.de weitergeleitet wird:

Nun, so verriet mir Careerbuilder Vice President Marketing and Product Management Karsten Borgmann, läuft jobs.de auf der technologischen Umgebung von Careerbuilder und soll als B2C Produkt existieren. Der Crawler (oder Spider), der das Web nach Jobs absucht, besteht zwar noch, aber damit wird jobs.de wieder zu einer Jobbörse.

Es wird auch kein CPC-Produkt geben, wie das neuerdings Monster oder auch LinkedIn anbieten.

Im Prinzip werden durch die Domain jobs.de vor allem die eigenen Jobs auf Careerbuilder besser vernetzt. Falls es nichts Passendes gibt, werden Anzeigen aus anderen Quellen gezogen – als „Backfill“, wie das im Fachjargon heißt.

Es ist interessant zu sehen, was sich Jobbörsen zur Zeit einfallen lassen, um mehr eigenen Traffic auf Jobs zu generieren, und damit nach Unabhängigkeit von indeed und anderen Traffic-Lieferanten streben.

Ob das Modell, nur eigene Jobs auf einer SEO-technisch interessanten Domain zu spiegeln, die Lösung ist, wage ich zu bezweifeln.

Und was geschieht eigentlich mit JobScout24? Die URL wird weiter auf jobs.de umgeleitet, die Marke JobScout24 bleibt als solches bestehen, konnte ich in Erfahrung bringen.

Ist das sinnvoll?