Beim letztjährigen European Job Board Summit in London gaben die Referenten von Dice eine ziemlich coole Live Präsentation ihres IT Talent Sourcing Tools Open Web.

Open Web war in seiner ursprünglichen Form unter dem Namen „The Social CV“ bekannt, bevor dessen Mutter-Unternehmen, workdigital, 2012 von der US amerikanischen Dice Holding gekauft wurde. Dann wurde Anfang 2013 der so genannte „People Aggregator“ Open Web live geschaltet. Eine Chrome Erweiterung als praktisches Talente-Finder Helferlein kam dann auch dazu.

„People Aggregatoren“ erfreuen sich großer Beliebtheit, denn sie spüren alle möglichen, über Google auffindbaren Social Media Profile und / oder deren digitale Fußabdrücke auf, aggregieren diese Informationen, packen sie also in ein separat angelegtes Nutzerprofil – so eine Art „Master“ Social Media Profil – und machen diese Master-Profile wiederum in einer Datenbank suchbar.

Vor allem um die heiß begehrten IT-Entwickler Profile ranken sich zwischenzeitlich eine Reihe von Anbietern, Add-Ons und Extensions, die den mehr oder minder begabten Sourcern die Kandidatensuche versüßen wollen. Hier fallen mir auf die Schnelle GILD, entelo, AmazingHiring oder auch TalentBin (seit einem Jahr unter Monsters Haube) ein.

Daneben gibt es die Plattformen, die branchen– und berufsübergreifend Profile einsammeln, wie z.B. Talentwunder, Connect6, Connectifier oder Identified, welche bekannterweise vor einem Jahr von Workday übernommen wurden.

Aber auch Open Web hat seine Suche inzwischen auf Finanzprofile erweitert: Damit läuft Open Web Finance im Zusammenhang mit der ebenfalls von Dice akquirierten eFinancialCareers.

Kürzlich habe ich mir die nun für den deutschen Markt gelaunchte Plattform präsentieren lassen, und dabei erfahren, dass The IT Job Board, welches von Dice Holdings im Sommer 2013 gekauft wurde, in Dice umbenannt wird. Macht natürlich Sinn – schließlich ist Dice.com den IT-Fachleuten ein Begriff, und da die Entwickler Online Communities Slashdot und Sourceforge ebenfalls zu Dice gehören, ist ein solches „Re-Branding“ eine gute Idee. Abgesehen davon, dass die Domain „dice.com“ durch eine deutsche Sudomain Struktur wie beispielsweise de.dice.com weiter gestärkt wird.

Man rüstet eben auch hier auf, und internationales Tech-Talent ist zu Zeiten der Fachkräfteknappheit echt heiß! Techies sind es gewohnt, von überall aus und vernetzt zu arbeiten. Da spielt es kaum eine Rolle, wo der Entwickler physisch sitzt.

Sehr schön an Open Web – egal in welcher Sprachversion – finde ich die visuelle Darstellung der Kompetenzen und beherrschten Computersprachen in den Profilen, hier als (visuell leider etwas schwaches) Foto vom European Job Board Summit:

20150312-openweb-dice-demo

Auch die Tatsache, dass die für einen Recruiter interessanten Kandidaten direkt über die vorhandenen Social Media Profile, wie zum Beispiel über Twitter per Tweet, kontaktiert werden können, finde ich praktisch. Wie und ob die Kandidaten das dann aufnehmen, ist wiederum eine andere Frage!

Aktuell sind mehr als 970.000 IT-Profile für Deutschland auffindbar.

Haben Sie die Plattform aktiv getestet? Wie sind Ihre Erfahrungen damit?