Boosts Your Marketing for and to HR

Vor kurzem habe ich einen Artikel auf dem Hays-Blog gelesen, in dem zum einen die Geschichte des Aufgabenbereichs der Personalabteilung skizziert wurde und worin davon die Rede war, dass HR sich zunehmend weg von der „Make“- und hin zur „Buy-Strategie“ entwickeln wird, also, dass sich Unternehmen bestimmte Prozesse von außen hinzukaufen. Selbstverständlich geht es hier vorrangig – schließlich hat hier Hays geschrieben – um das Recruiting von neuen Mitarbeitern, das von externen Dienstleistern übernommen werden kann.

Aber nicht nur (Auszug aus dem Hays-Blogpost):

Es zeichnet sich zunehmend im HR-Bereich ab, dass dort vor allem wichtige strategische Steuerungs- und Koordinationsaufgaben angesiedelt sind und die operative Umsetzung externalisiert werden kann oder sogar muss. Dafür sprechen drei wesentliche Faktoren: (a Es fehlt an eigenen Mitarbeitern, um die Masse der Anforderungen zu stemmen, (b Anforderungen sind nicht stetig, sondern kommen zyklisch und lassen sich daher nicht einfach in den Arbeitsalltag integrieren und (c gewisse Felder entwickeln sich so dynamisch, dass es oft an eigenem Know-how mangelt, weil sich die eigenen Mitarbeiter nicht ausreichend damit beschäftigen können.

Vor allem Punkt (c erscheint mir im Bereich Online Recruiting (sei es im Bereich soziale (Business) Netzwerke, Jobbörsen oder Personalmarketing) wichtig: Viele Unternehmen und Personaler kommen mit den Neuerungen in diesen Bereichen kaum hinterher. Ich erinnere mich, dass ich beispielsweise einer Kundin von mir vor circa drei Jahren erklären musste, was denn ein „Browser“ ist. Der (technische) Wissensstand über die neuen Medien und deren Einsatz- und Verknüpfungsmöglichkeiten ist je nach Personaler also sehr verschieden.

Social Media Recruiting zum Beispiel verlangt nicht nur ein gutes Community- sondern auch Zeit- und Wissensmanagement. Beinahe täglich gibt es neue Angebote, um das Stellenanzeigen mit Hilfe von sozialen Netzen oder speziellen Anwendungen aufzuwerten oder zu streuen, z.B. mit eqipia, das gezielt die potenziellen neuen Kollegen eines Bewerbers anzeigt. Dies erfordert Zeit und intensive Pflege genauso wie Netzwerke-im-Netzwerk à la BeKnown oder das Gamification-orientierte Emplido der Münchner Experteer GmbH (dazu in einem anderen Beitrag mehr – voraussichtlich auch SocialMedia-Recruiting.com).

„Bei Stellenanzeigen Schaltungen wird immer häufiger bemängelt, dass die Texte zu einseitig und nichtssagend sind“, sagen viele Experten.

Für all diese Teildisziplinen gibt es Partner, Agenturen und Dienstleister, die Unternehmen bei ihrem Unterfangen, Personal anzusprechen, zu rekrutieren und zu binden, unterstützen.
Die Frage ist nur: Wie viel HR-Outsourcing verträgt ein Unternehmen, und ist es sinnvoll, diese Aufgaben vollständig abzugeben oder sich gegebenenfalls das Wissen von außen einzukaufen.

Ich würde nach wie vor empfehlen, dass Personalverantwortliche und Geschäftsführer generell erst einmal fit gemacht werden im Umgang mit den neuen Medien, um das Verständnis für die Vielfalt an Angeboten reifen zu lassen.