Einfach mal anders denken

Ich habe mich schon immer gefragt, weshalb in Großbritannien die meisten Stellenbörsen von Personaldienstleistern überschwemmt werden. Während wir uns hierzulande schon über eine Flut an Stellenangeboten von Adecco, Manpower, Randstad und Co beschweren, die die Anzeigen von direkten Firmen in Sekundenschnelle (meistens nach Serverabgleich) auf die hinteren Plätze verweisen und damit für Bewerber unauffindbar machen, ist diese Praxis in England üblich.

Nun stellen sich die Briten anscheinend zum ersten Mal diese Frage selbst, wie Louise Triance auf ihrem Blog beschreibt: Why don’t companies advertise their jobs directly? Dabei sind vor allem die Kommentare lesenswert.

Im Vereinten Königreich halten sich demnach Personaler nicht mit solchen zeitfressenden Tätigkeiten wie unpassende Bewerbungseingänge bearbeiten, Stellenanzeigen veröffentlichen, Rahmenverträge mit Jobbörsen verhandeln und Bewerberauswahlgespräche führen auf. Sie überlassen dies den „Profis“. Dort wird eben einfach der gesamte Recruitingprozess outgesourced.

Ob sich diese Vorgehensweise jedoch auf Dauer für das Unternehmen rechnet? Es gibt ja auch gute und erfahrene Recruiter in Unternehmen, die in ihrer Funktion wie ein Personalberater oder Headhunter agieren. Und wer nicht weiß, auf welcher Stellenbörse die Vakanz am besten aufgehoben ist, kann sich ja einfach von einer Personalwerbung-Agentur beraten lassen, die sich tagtäglich mit diesen Dingen beschäftigt und dazu noch die Abwicklung bei den einzelnen Internetanbietern erledigt.