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Solution Labs: ein innovatives Work-Together für Fragestellungen aus der modernen Wirtschaft

Seit einiger Zeit stehe ich mit Dr. Carsten Hutt, dem Geschäftsführer von SciConomy, in Kontakt.

Mit seinem Unternehmen verbindet Carsten Wissenschaft und Wirtschaft, um anhand wissenschaftlicher Methoden innovative Konzepte und Lösungen für die Wirtschaft zu erarbeiten.

Er ist ebenfalls der Initiator und Gründer der so genannten „Solution Labs„: Im Rahmen eines Solution Labs arbeiten angehende Masteranden und Doktoranden aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen gemeinsam an konkreten Fragestellungen – „Challenges“ – von Unternehmen und präsentieren nach einer intensiven Arbeitswoche praktikable Lösungsansätze und Konzepte für das jeweilige teilnehmende Unternehmen.

Gemeinsam mit Dr. Carsten Hutt freue ich mich, nun auch Unternehmen mit konkreten HR-Fragestellungen das innovative Format der Solution Labs anbieten zu können.

Eine Informationsseite zu den Solution Labs HR und HR (Tech) Dienstleister sowie Daten und Ort des kommenden, 1. Labs für HR habe ich hier bereitgestellt.

In meinem heutigen Blogbeitrag veröffentliche ich das Interview, das ich kürzlich mit Carsten geführt habe.

Darin erfahren Sie,

  • was es mit dem Format der Solution Labs auf sich hat
  • wie Solution Labs ablaufen
  • für welche Unternehmen und mögliche Fragestellungen sich HR Solution Labs eignen
  • welchen Nutzen die teilnehmenden Unternehmen und angehenden Hochschulabsolventen daraus ziehen
  • und wie Sie mit Ihrer konkreten Fragestellung am nächsten Solution Lab HR (Tech) teilnehmen können

Bei Fragen, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf:

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Das Interview mit Dr. Carsten Hutt über die Solution Labs

Online-Recruiting.netDie Solution Labs starten nun auch für HR und HR (Tech) Dienstleister.

Carsten, Du hast das Format und die Methodik zum „Solution Lab“ entwickelt. Neben dem Aufbau von Innovationszentren und Deinem Engagement in Lehre und Forschung  organisierst Du seit 2015 Solution Labs, um Innovationen in Unternehmen zu fördern. Dabei beziehst Du sowohl Wirtschaft als auch Wissenschaft mit ein.

Wie kam es zu dieser Idee, Solution Labs anzubieten?

Dr, Carsten Hutt, SciConomy

Dr, Carsten Hutt, SciConomy

Dr. Carsten Hutt: Die Idee entstand im Spitzencluster MicroTEC Südwest. Dort war ich verantwortlich für die Leitthemen Innovationsmanagement, Wissensmanagement und Startup Förderung.

Diese Projekte waren stark von Professoren und F&E-Leitern aus der Wirtschaft geprägt. Dabei habe ich gemerkt, dass es den Projekten guttun würde, wenn junge Leute schon in frühen Phasen des Innovationsprozesses einbezogen würden.

Junge Leute bringen neue Sichtweisen, Konzepte und vor allem auch ein Gespür für zukunftsweisende Geschäftsmodelle ein. Auch bei rein Technologie getriebenen Projekten ist es wertvoll, parallel zur Technologieentwicklung Geschäftsmodelle auszuarbeiten. Zudem kann es sinnvoll sein, junge Leute aus anderen Kulturkreisen einzubeziehen, um beispielsweise neue Anwendungsszenarien zu entwickeln.

Online-Recruiting.net: Was genau ist ein Solution Lab, wie läuft es ab, und warum sollten sich Unternehmen aus der privaten Wirtschaft dafür interessieren?

Dr. Carsten Hutt: Ein Solution Lab dauert in der Regel fünfeinhalb Tage. Das heißt, wir starten am Montag mit einem Briefing und Teambuilding. Zunächst geht es also darum „die Challenge“ zu verstehen und ein kreatives Team zu schaffen.

Am Dienstag arbeiten die Teams dann sehr frei, recherchieren, entwickeln Ideen, diskutieren im Team und stellen erste Vorschläge vor.

Am Mittwoch entwickeln sie auf Basis der besten Ansätze konkrete Konzepte – oftmals bis spät in die Nacht.

Am Donnerstag präsentieren sie die Konzepte ausgewählten Experten und diskutieren deren Ergänzungen, Einwände und Erfahrungen aus der Praxis. Diese Kritik und Anregungen sind sehr wichtig für die Teams. Denn sie schlagen die Brücke zwischen Kreativität und praktischer Anwendung.

Am Freitag arbeiten die Teams die Anregungen in ihre Konzepte ein und stellen am letzten Abend ihre überarbeiteten Konzepte vor.

Am Samstagvormittag stehen dann Datensicherung, Feedback-Runde und die Besprechung der nächsten Schritte zur Umsetzung der Konzepte im Mittelpunkt.

Samstagnachmittag fahren dann alle wieder nach Hause – oftmals übermüdet, aber voller neuer Eindrücke und mit vielen interessanten Kontakten im Gepäck.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist es somit mehr als ein Nebenjob. Es ist eine prägende Erfahrung. Und die Unternehmen profitieren von den Ergebnissen, die innerhalb von einer Woche in einem sehr intensiven Prozess für sie entwickelt worden sind.

Online-Recruiting.netWorum handelt es sich dabei im wissenschaftlichen Kontext? Wozu sind wissenschaftliches Umfeld und Methodik für die Solution Labs Deiner Meinung nach wichtig?

Dr. Carsten Hutt: Wissenschaftlich geprägt ist meist nur der Background der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Und das ist auch gut so.

Die Aufgabenstellungen, die „Challenges“, die seitens der Auftraggeber formuliert werden, sind dagegen meist ganz praktisch: Entwicklung eines neuen Lösungsansatzes, Ausarbeiten eines Geschäftsmodells, Entwicklung einer Strategie für Verkauf, HR oder Beschaffungswege, etc. Das Spektrum ist sehr umfangreich.

Online-Recruiting.netFür welche Art von Firmen und wirtschaftlichen Fragestellungen eignen sich Solution Labs?

Dr. Carsten Hutt: Solution Labs eigenen sich immer dann, wenn die Kompetenz unterschiedlicher Disziplinen und/oder Kreativität gefragt sind.

Also die Entwicklung eines neuen Sensors mit ganz speziellen technischen Eigenschaften wäre sicher keine passende Fragestellung für ein Solution Lab. Das macht man lieber im Rahmen eines klassischen F&E-Projekts. Hingegen das Entdecken neuer Anwendungsfelder für diesen Sensor oder die Entwicklung neuer Services oder Geschäftsmodell, die auf Basis der neuartigen Sensortechnologie möglich werden, das passt sehr gut in ein Solution Lab.

Online-Recruiting.netWie kann ein Solution Lab für Arbeitgeber und HR (Tech) Dienstleister aussehen? Welche Art von Schwerpunkten kann HR im Rahmen eines Solution Labs erarbeiten lassen?

Dr. Carsten Hutt: Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten, sowohl für Arbeitgeber mit Fragestellungen zu HR Themen als auch für HR (Tech) Dienstleister.

Denkbare „Challenges“ von Arbeitgebern könnten beispielsweise sein, eine nationale oder internationale Recruitingstrategie erarbeiten zu lassen, ein innovatives Employer Branding Konzept, eine Standort- und Arbeitgeberattraktivitätsanalyse oder die Ausarbeitung einer Vorgehensweise für Agilität im Rahmen der Digitalisierung eines Unternehmens.

Es können Lösungsansätze bei Fragen zu „Welche Ressourcen und Kompetenzen sind für die geschäftliche Entwicklung meines Unternehmens wichtig“, „Woher bekomme ich die nötigen Talente„, „Wie kann ich die vorhandenen Mitarbeiter fördern und weiterbilden, um die Kompetenzen innerhalb der Firma auf- und auszubauen“, „Inwieweit muss oder sollte ich die Recruitingformen und -prozesse ändern oder anpassen“, „Welche Technologien benötigen wir zukünftig, um die geeigneten Mitarbeiter zu finden, zu fördern, weiterzubilden“,…

Für HR Tech Anbieter können Fragestellungen wie zum Beispiel die Internationalisierung bearbeitet werden, das Anpassen von Geschäftsmodellen oder der Business-Ausrichtung, die Entwicklung eines „Click-Dummy-Prototypen“ und dessen Vermarktung im In- und/oder Ausland, eine Wettbewerbsanalyse und Abgrenzung auf den verschiedenen Märkten, inwieweit sich die Blockchain Technologie zur Entwicklung neuer HR Tech eignet, …

Anm. der Red.: Man bedenke auch, dass gerade Jobportal Betreiber vor einer großen Herausforderung stehen, was Google for Jobs angeht. Hier ist es möglich, dass sich Jobportale mit einer dahingehenden Fragestellung, einer „Challenge“ zu einem Solution Lab HR Tech anmelden, zum Beispiel mit der Frage nach alternativen Lösungskonzepten und/oder Geschäftsmodellen, sollte Google for Jobs demnächst im deutschsprachigen Raum starten.

Online-Recruiting.net: Wie viele Solution Labs hast Du bisher durchgeführt? Was waren die bisherigen „Highlights“ bezüglich der geschaffenen Innovationen? Kannst Du einige Referenzunternehmen nennen?

Dr. Carsten Hutt: Die genaue Anzahl weiß ich gar nicht. Aber zwei Dutzend werden es schon gewesen sein.

Ein Highlight war sicher die Entwicklung unserer so genannten Powerbox. Dieser mobile Energiespeicher mit je nach Anwendungsszenario integrierbaren Zusatzmodulen ist für mich ein Highlight, weil das Produkt von der Idee bis zur Umsetzung in mehreren Solution Labs und wechselnden Teams entwickelt und gebaut worden ist – mit Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Ein weiteres Highlight war das erste Solution Lab außerhalb Europas: Das Algerisch-Deutsche Solution Lab in Algier im Oktober 2018. Das Zusammenspiel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Algerien und Deutschland funktionierte ganz hervorragend – trotz oder vielleicht auch wegen der einen oder anderen kulturellen Differenz.  Diese Erfahrung ermutigt uns, das Format „Solution Lab“ stärker zu internationalisieren und zum Beispiel auch für die Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen oder Geschäftsmodellen für Exportmärkte zu nutzen. So können interkulturelle Teams Innovationsprozesse so gestalten, dass die Produkte oder Services optimal in das Zielland, seine Kultur und zu den regionalen Anforderungen passen.

Zu den bisher an Solution Labs teilnehmenden Unternehmen dürfen wir unter anderem ARAYMOND SE, Badenova AG & Co KG, Fraunhofer Gesellschaft e.V, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit e.V., Kaiser Bau GmbH, Obergfell Technology Group AG, Steidinger Apparatatbau GmbH, Universität Freiburg, Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI), Weisser Werkeugmaschinenfabrik GmbH & Co KG, WHD Wilhelm Huber + Söhne GmbH & Co. KG zählen.

Online-Recruiting.net: Was waren die Rückmeldungen sowohl der Teilnehmer als auch der teilnehmenden Unternehmen aus vergangenen Solution Labs?

Dr. Carsten Hutt: Bisher waren die Rückmeldungen sehr positiv – sowohl von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als auch von den Unternehmen und Institutionen, die Solution Labs beauftragt haben. Was mich besonders freut ist, dass oftmals Teilnehmerinnen und Teilnehmer früherer Solution Labs die Vorbereitung der nächsten Labs aktiv unterstützen.

Und nicht selten gewinnen die Unternehmen durch Solution Labs neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Kreis der Solution Lab Community. Das ist nicht unbedingt intendiert, aber wenn es klappt, ist umso besser!

Online-Recruiting.net: Wann und wo finden die nächsten Solution Labs statt?

Dr. Carsten Hutt: Die nächsten Solution Labs finden im Februar, März und April 2019 statt, also in der vorlesungsfreien Zeit.

Online-Recruiting.net: Was ist Dein beruflicher Hintergrund bzw. Werdegang, und was fasziniert und motiviert Dich, Solution Labs zu organisieren und durchzuführen?

Dr. Carsten Hutt: Ich habe Politikwissenschaft studiert und am Lehrstuhl für Politische Theorie zum Aufbau regionaler Technologie- und Wirtschaftscluster promoviert. Dabei habe ich meine Begeisterung für Innovationsmanagementmethoden und -prozesse entdeckt und seither ausgebaut.

Bei den Solution Labs fasziniert mich immer wieder aufs Neue wie wissenschaftliche Kompetenz und Kreativität zu neuen Lösungen führt. Das ist manchmal anstrengend, aber immer ein Gewinn – und zwar für alle Beteiligten.

Online-Recruiting.net: Vielen Dank, Carsten, für die sehr interessanten Einblicke in die Solution Labs. Ich freue mich, dass wir das nun auch auf das Themenfeld HR und HR Tech ausweiten! Bei Fragen, Anfragen und/oder Rückfragen zur Teilnahme, besuchen Sie bitte die Solution Labs HR Infoseite und/oder nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

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