Tinder for Jobs – was ist das?

 

Seit knapp einem Jahr sorgt die Smartphone App Tinder – für die meisten im Kopf wohl unter dem Etikett „schnelle, unkomplizierte Dating App“ abgespeichert – in der mobilen Online- und Startup-Welt für Furore: mehr als 1 Milliarde „Matches“ im Frühjahr, im Sommer sind das bereits 2 Milliarden, heutzutage werden mehr als 1 Milliarde „Swipespro Tag getätigt, bisher gibt es keine größeren externen Investmentrunden, dafür App-Versionen in mehreren Ländern und Sprachen. Dort verbreiten sich App und Nutzung auch sehr gut.

 

Tinder for Jobs App – so funktioniert’s

 

Das Tinder Prinzip ist simpel: Nachdem ein Nutzer die App auf sein Smartphone geladen hat, erstellt dieser ein Profil. Daten, Bilder, etc. werden aus Facebook importiert. Man gibt einige Suchkriterien an, zum Beispiel die maximale Entfernung, in der sich die gesuchte Person befinden soll. Oder auch die Auswahl, ob man an Männern, Frauen oder an beiden Geschlechtern interessiert ist sowie das gewünschte Altersspektrum.

 

tinder-profil-inactionDann beginnt das „Matching“ im Hintergrund. Der Nutzer sieht dann Profilfotos der passenden Menschen aus dem gewählten Umkreis – aus Datenschutzgründen ist das Bild für den Post absichtlich verunstaltet (sorry! Sah nämlich ganz nett aus…).

 

Wenn das Bild und ein paar weitere Informationen, z.B. die Interessen – falls vorhanden – gefallen, kommt der berühmte Rechts-Swipe, also das Wischen über den Smartphone Bildschirm nach rechts. Oder ein Daumen-Tap auf das grüne Herz-Symbol unterhalb des Bildes.

 

Rechts-Swipe in grüner Farbe: Gefällt mir.
Links-Swipe in roter Farbe nach links: Kein Interesse.

 

Und dann?

 

tinder-itsamatchHaben zwei Nutzer jeweils das Profil des Anderen mit einem Rechts-Swipe für gut befunden, erscheint ein eigener Bildschirm mit der Nachricht: „It’s a Match!„. Dann, und zwar erst dann, können die beiden sich per Messaging-Funktion unterhalten und bei weiterem Interesse ein Treffen vereinbaren.

 

Und was hat das mit Online oder Mobile Recruiting zu tun?

 

Berechtigte Frage! Überlegen Sie am besten selbst und machen Sie sich dazu eine Meinung. Teilen Sie sie uns mit? Bitte die Kommentarfunktion nutzen oder die diversen Social Media Kanäle dafür verwenden.

Soviel ist klar: In den USA und in diversen anderen Ländern – hier fällt mir wieder einmal die sehr lebhafte französische Startup-Szene auf – sind bereits einige „Tinder for Jobs“ Apps am Start. Hier werden eher LinkedIn Profildaten importiert als Facebook-Daten. Damit wird der Business-Aspekt unterstrichen:

 

 

Bei „Tinder for Jobs“ gilt das gleiche Prinzip wie bei bei der Ursprungs-App: Aufbauend auf den Daten aus dem Social Media Profil und diversen Suchkriterien, die Jobsuchende kurz und daumenfreundlich auswählen können, werden passende Jobs vorgeschlagen. Der Jobsucher wischt nach rechts: Interesse am Job ist da. Wischt er (oder sie) nach links: Der Job wird als unpassend empfunden.

 

Die Funktionen und Matching-Algorithmen, die im Hintergrund ablaufen, variieren von einer App zur anderen. Bei manchen lernt der „Algo“ gleich mit und passt sich den Benutzern und Suchverhalten an, bei anderen steht die Angabe eines Durchschnittsgehalts im Vordergrund (sehr gut – wenn diese der Wahrheit entspricht und nicht aus irgendeiner Gehaltsbenchmark eingespeist wurde!), und wiederum andere lassen das bequeme Teilen über alle Netzwerke zu.

 

Was haltet Ihr von der Idee, Jobs und Bewerber mobil per Smartphone App zu matchen?
Zukunft oder zu viel (Augen-) Wischerei?
Würdet Ihr eher nach rechts oder links wischen für diese Idee?

Oder lieber eine eigene Job- bzw. HR App bauen auf dem HR Hackathon?

 

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