Nach den ersten beiden Blogposts zu Facebook Ads

geht es heute darum, die Anzeigen der gesuchten Zielgruppe zugänglich zu machen.

Hierfür gibt es einige, teilweise aber noch nicht sehr ausgereifte, Möglichkeiten:

  • Ort: Hier können einzelne oder mehrere verschiedene Länder ausgewählt werden. Die jeweiligen Ländernamen vervollständigen sich selbst, sobald man beginnt, diesen zu tippen. Aus den vorgeschlagenen Namen wird dann ausgewählt. Es ist auch möglich, die Auswahl auf einzelne Städte zu begrenzen. Das klappt in der Regel recht gut, nur werden einige hessische Städte – darunter Frankfurt am Main, Offenbach und Gießen – nicht gefunden. Laut Facebook soll das ja daran liegen, dass es für diese Städte nicht genügend Nutzerprofile gibt – sprich, dass die Community nicht groß genug ist. Bei Frankfurt kann ich mir das allerdings nicht vorstellen, dafür ist jedoch die Stadt Oberursel vorhanden. Vorsicht bei Orten wie beispielsweise München, Nürnberg und Köln: Dort existiert lediglich die englische Version des Namens.
    Leider ist es nicht möglich, ganze Bundesländer auszuwählen (bei anderen Nationen übrigens auch nicht). Werbetreibende können zwar den Namen des Bundeslandes eingeben und erhalten eine Liste mit Städten in diesem Land, aber auch hier ist zu Vorsicht zu raten: Die Drop-Down Liste enthält weniger Städte als in der Einzelsuche auszumachen sind.
    Fazit – Facebook muss hier noch kräftig nachbessern!
  • Die Auswahlrkiterien nach Alter (sehr gut!), Geburtstag (geben die meisten in Facebook an) und Geschlecht sprechen für sich.
  • Schlüsselwörter: ganz schlechte Idee, sich darauf zu konzentrieren, auch wenn das Feature an sich eine richtig gute Sache sein könnte. Allerdings bezieht Facebook diese Informationen aus den von den Nutzern selbst gemachten Angaben in deren Profilen, aus Aktivitäten oder aus Gruppenzugehörigkeiten. Geben Sie z.B. das Wort „Versicherung“ ein, taucht lediglich ein auswählbarer Unternehmensname auf, dessen Verwendung man bei Anzeigenschaltungen für Konkurrenzfirmen tunlichst vermeiden sollte – wegen drohender Abmahnungen. Eine separate Eingabe von Stichwörtern, die nicht vom Facebook System hinterlegt oder erfasst worden sind, ist nicht möglich. Die meisten dieser Keywords sind sowieso amerikanisch, daher von dieser Option derzeit noch Abstand nehmen.
    Fazit: Auch hier wird Facebook optimieren müssen.
  • Ausbildung: Wählbar sind „Alle“, „Hochschulabsolvent“, „Student“, „Schüler“. Gut für z.B. Traineekampagnen! Allerdings müssen Berufstätige über eine ungefähre Alterseinschätzung angesprochen werden.
  • Arbeitsplätze: auch hier sind eher amerikanische Firmen gelistet als europäische. Noch nicht wirklich nutzbar und auch hier bitte Vorsicht wegen Abwerben, Konkurrenz, etc.
  • Beziehungsstatus: naja, ist für die Personalgewinnung wohl nicht das allerwichtigste Kriterium.
  • Interessiert an Männern oder Frauen: Das wird für die meisten Personal suchenden Firmen (hoffentlich) auch kein wichtiges Thema sein. Nutzer, die Wert auf ihre Privat- und Intimsphäre legen (und nicht nur zum Daten in dem Netzwerk aktiv sind) oder auch Online Reputation Management betreiben, werden diese Angabe eher auslassen.
  • Sprachen: Gute Sache! Damit lassen sich bestimmte Profile, beispielsweise aus der Schweiz, gut anvisieren.

Alles in allem gibt es einige interessante Optionen beim Facebook Ads Targeting. Jedoch ist das gesamte System noch nicht überragend. Das Gute bei der Auswahl der bestimmten Kriterien ist, dass stets die Anzahl der User angegeben wird, auf die diese Merkmale zutreffen.

Doch zu Statistiken und Zahlen gibt es das nächste Mal mehr.

Ich wünsche einen schönen Tag!