In meinem Post vor 14 Tagen habe ich bereits auf den Artikel verwiesen, in dem unter anderem von den 2013 Jahresumsätzen von Monster und StepStone die Rede ist.

Natürlich ging es in dem Ranking von Statista und LSP Digital hauptsächlich um die umsatzstärksten Content- und Service-Portale in Deutschland, welches vor allem US-amerikanische Giganten anführen.

XING schafft es auf Platz 20 mit einem Umsatzvolumen von „zwischen 50-100 Mio Euro“ -> dabei weiß doch jeder, dass dies genau 84,8 Millionen Euro waren.

Bei den beiden Jobbörsen-Schwergewichten Monster und StepStone, die es respektive auf die Plätze 16 und 36 im Ranking geschafft haben (und zwar genau in dieser Reihenfolge), ist die Angabe der Umsatzspanne doch sehr verwirrend: Monster hat demnach 86,7 Mio Euro Umsatz gemacht und StepStone zwischen 25-50 Mio Euro.

Wer’s glaubt, wird selig, wobei ich Monster hier mitnichten eine wundersame Umsatz-Vermehrung ankreiden möchte. Das mit den Zahlen kann für Monster durchaus stimmen. Aber StepStone zwischen 25 – 50 Mio Euro Jahresumsatz für 2013?

Also habe ich bei beiden nachgefragt, und auch wenn sich beide über detaillierte Zahlen sehr tunlichst ausschweigen bzw. ich hier keine Insider-Infos ausplaudern werde, hinterfrage ich die in der Statista-Studie dargestellten Zahlen sehr stark sind diese Zahlen Quatsch. Dazu kommt, dass in dem Bericht zur Statista-Studie zur Erhebung bzw. Schätzung der Umsatzzahlen folgendes steht:

Für die Erhebung der Umsätze wurden alle Betreiber der einzelnen Websites mittels eines Fragebogens direkt befragt. Fehlende Umsatzangaben hat Statista eigenen Angaben zufolge „durch ergänzende Recherchen sowie Umsatzmodellierungen auf Basis segmentspezifischer Key Performance Indikatoren approximiert.“

Weder Monster noch StepStone, so versicherten mir beide, hatten im Vorfeld einen Fragebogen erhalten. Hätten sie einen bekommen, hätten sie diese Angaben nicht gemacht.

Dennoch sehr schade, dass Umsatzzahlen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nur sehr selten nach außen kommuniziert werden. Das ist doch kein Beinbruch! Von Axel Springers Classifieds werden wir zwar Börsenzahlen bekommen, sobald sie tatsächlich gelistet sind (die Vorbereitungen laufen). Allerdings müssen wir davon ausgehen, dass die einzelnen Player (StepStone, meinestadt, hotelcareer, totaljobs, die Saongroup Assets und all die anderen, nicht-recruitment-orientierten Plattformen aus dem Portfolio) in den Berichten nicht gesondert ausgewiesen werden.

Wer übrigens Einschätzungen, generelle Zahlen und Infos zu internationalen Online-Recruiting-Märkten und deren Entwicklungen benötigt -> call me!

Ich wünsche ein schönes Wochenende!