Es gibt heute tatsächlich noch Unternehmen, die ihre Stellenausschreibungen nur bedingt (oder gar nicht) im Internet platzieren möchten. Dabei steigt die Anzahl von Stellenanzeigen, die auf europäischen Jobbörsen veröffentlicht werden, unaufhörlich. In England gilt das in besonderem Maße, da dort voraussichtlich ab dem Jahre 2008 Online Recruiting das am häufigsten genutzte Rekrutierungsmedium sein wird.

In der Personalerwelt überdauern Einwände gegenüber der Verwendung von Internet Stellenmärkten zur effizienten Personalsuche. Diese werde ich auf diesem Blog nach und nach besprechen, nach Möglichkeit Lösungen anbieten und/ oder zur Diskussion stellen. Eine Bemerkung vorab: Ich bin keine Verfechterin von „Internet-only“, denn es gibt Stellenausschreibungen, die, abhängig von Land und gesuchtem Bewerberprofil, wirklich in die Presse gehören.

Hier Einwand Nummer 1:

Die Qualität von (E-Mail-) Bewerbungen auf Jobangebote im Internet ist schlecht.

Die Schnelligkeit des Mediums Internet verleitet im Zeitalter des E-Mail Spamming dazu, Bewerbungen in Massen zu versenden und sich beim Anschreiben nicht viel Mühe zu geben. Einige Bewerber achten dabei noch nicht einmal darauf, den in der Anzeige genannten Ansprechpartner namentlich zu erwähnen. Mittlerweile hat sich bei den Arbeitsuchenden herumgesprochen, dass E-Mail Bewerbungen, die nicht einem gewissen Standard entsprechen, automatisch im elektronischen Absageordner landen.

Um interessierte Kandidaten dazu anzuhalten, sich korrekt und für Ihre Arbeitsabläufe passend per Internet zu bewerben, empfehle ich beim Anzeigenschreiben Folgendes:

  • Führen Sie im Anzeigentext detailliert auf, welche Unterlagen (z.B. Zeugnisse, Anschreiben, Lebenslauf, etc.) in welcher elektronischer Form (PDF, Word) mitgeschickt werden sollen.
  • Implementieren Sie Online Bewerbungsformulare zur Standardisierung des Bewerbungsverfahren und zur besseren Vergleichbarkeit von Bewerbungen. Viele Agenturen bieten die Möglichkeit, Ihnen individuelle Formulare zu erstellen.
  • Geben Sie, falls Sie Zeit dafür aufbringen können, Bewerbern, die sich „schlampig“ beworben haben ein Feedback.