Einfach mal anders denken

Kurz bevor ich mich vor knapp zehn Tagen in den Urlaub in meine ehemalige Heimat Lyon verabschiedet habe, wurde ich auf die Pressemitteilung von XING aufmerksam, in der die Kooperation mit der Jobsuchmaschine kimeta bekannt gegeben wurde. Wirklich überrascht hat mich das nicht, denn wie ich bereits in meinem Post über das neue Social Media Recruiting Tool BullhornReach geschrieben hatte, war mir in dem Bullhorn Radar aufgefallen, dass einer meiner Kontakte, den ich dank kimeta kannte, nun für XING tätig ist – und zwar als VP Product.

Zufälle gibt es in unserer Nische ja kaum, sodass ich davon ausgehe, dass die Kooperation zwischen den beiden Firmen eine Produkterweiterung der XING Job Postings ist und dass diese durch den neuen VP Product zustande gekommen ist – wobei er dies in den Kommentaren zu diesem Post bestreitet :-) Die neu besiegelte Zusammenarbeit sieht für beide Seiten Folgendes vor:

Über die Suche im Bereich XING Jobs können sich fortan Mitglieder in Deutschland und Österreich auch weitere geeignete Inserate von Kimeta anzeigen lassen. Das Angebot von Kimeta erscheint, wenn auf XING Jobs keine passende Stelle zu den eingegebenen Suchkriterien vorhanden ist. Ebenso gelangt das Mitglied auf der letzten Seite der Ergebnisliste zu dem erweiterten Angebot von Kimeta. […] Von der Kooperation profitieren auch Unternehmen, die auf XING Jobs Stellenanzeigen posten. So werden auf Kimeta.de im Rotationsverfahren Anzeigen von XING-Jobs-Kunden in den Suchergebnissen im Sichtfeld prominent als Top-Job hervorgehoben…

Dass sich HR-Dienstleister im Web 2.0 gerne mal Jobs von Jobsuchmaschinen einfließen lassen, kennen wir ja unter anderem auch von Brave New Talent, die sozusagen das BeKnown von indeed sind, oder von LinkedIn, die mit SimplyHired auf ähnliche Weise kooperieren. Bei LinkedIn werden die Suchergebnisse von SimplyHired jedoch direkt im Netzwerk ausgegeben, bei XING wird nach draußen auf kimeta verlinkt (s. Grafik rechts – zum Vergrößern bitte darauf klicken). Schade, dabei geht bestimmt eine Menge potenzieller Bewerber-Traffic verloren (auch wenn kimeta dadurch natürlich mehr Visits bekommt). Sinnvoller wäre es meiner Meinung, die Anzeigen aus kimeta voll in XING zu integrieren. Wenn ein Kandidat an einem Stellenangebot interessiert ist, ist das Herauslinken auf die Jobsuchmaschine zielführender.

Umgekehrt – also wenn eine XING Anzeige auf kimeta hervorgehoben wird – sieht das dann so aus (zum Vergrößern aufs Bild klicken). Ist natürlich recht chic, und da kimeta einigen Traffic vorweisen kann, kann sich das für die XING-Anzeigen wirklich positiv auszahlen. Gut gemacht, wobei mich natürlich die Klickzahlen auf die Anzeigen vor und nach Start der Kooperation interessieren würden. Ich gehe davon aus, dass vor allem die Stellenangebote auf XING von besseren Zugriffsraten profitieren werden. Stimmt’s?